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Was dir niemand über Periodenunterwäsche verrät

Was dir niemand über Periodenunterwäsche verrät

Periodenunterwäsche klingt erst mal komisch. Einfach reinbluten – und nichts passiert? Genau hier fangen die Fragen an, die sich viele nicht laut zu stellen trauen.

Riecht das nicht? Fühlt es sich nass an? Und hält so ein Slip wirklich einen ganzen Tag?

Reden wir ehrlich darüber. Hier ist, was dir in der glänzenden Werbung niemand verrät – die guten Seiten und die kleinen Haken.

Ein Slip fasst mehr, als du denkst – aber nicht jeder gleich viel

Die größte Überraschung zuerst: Ein guter Periodenslip saugt erstaunlich viel auf. Mehrere dünne Schichten arbeiten zusammen, fangen die Flüssigkeit auf und schließen sie ein. Von außen merkst du nichts.

Aber – und das wird selten dazugesagt – nicht jeder Slip fasst gleich viel. Ein dünnes Alltagsmodell ist für leichte Tage gemacht. Für starke Tage brauchst du ein Modell mit hoher Saugstärke. Bei Floena erkennst du das an den Tropfen am Produkt: je mehr Tropfen, desto mehr fasst der Slip. Schau also nicht nur auf den Schnitt, sondern auf die Saugstärke. Eine Übersicht nach Saugstärke findest du in der Periodenunterwäsche-Kollektion.

Nein, es riecht nicht

Die heimliche Sorge Nummer eins: der Geruch. Die gute Nachricht – frisches Menstruationsblut riecht so gut wie gar nicht. Unangenehm wird es erst, wenn Blut länger mit Luft in Kontakt kommt, so wie bei einer Binde.

Genau das passiert im Slip nicht. Die obere Schicht zieht die Flüssigkeit nach innen und schließt sie ein, weg von der Luft. Solange du den Slip im passenden Rhythmus wechselst, riecht niemand etwas. Du selbst auch nicht.

Du fühlst dich nicht nass

Viele stellen sich Periodenunterwäsche wie eine dicke, feuchte Einlage vor. Ist sie aber nicht. Die oberste Schicht leitet die Flüssigkeit sofort nach unten weg und bleibt an der Haut trocken.

Du spürst also kein nasses, schweres Gefühl. Die meisten vergessen nach kurzer Zeit sogar, dass sie überhaupt einen Periodenslip tragen. Genau das ist der Punkt.

Waschen ist weniger Aufwand, als alle denken

Hier kommt der Einwand, den fast alle zuerst haben: "Das ist doch kompliziert zu waschen." Ist es nicht.

Kurz mit kaltem Wasser ausspülen, bis es klar läuft. Dann ab in die Wäsche, normal bei 30 oder 40 Grad, am besten im Wäschenetz. Lufttrocknen, fertig. Kein Einweichen über Nacht, kein Schrubben.

Zwei Regeln gibt es: kein Weichspüler und kein Trockner. Beides setzt die Saugschichten zu. Wie du sie richtig wäschst, steht in unserem Ratgeber Periodenunterwäsche richtig waschen.

Aber: nicht jeder Slip reicht für jede Nacht

Jetzt der ehrliche Haken, den die Werbung gern weglässt: Ein dünner Alltagsslip bringt dich nicht durch deine stärkste Nacht.

Das liegt nicht an der Periodenunterwäsche an sich, sondern am falschen Modell für die Situation. Für die Nacht oder sehr starke Tage nimmst du ein Modell mit hoher Saugstärke und hohem Bund – eine Bambus Sleep Short zum Beispiel. An wirklich starken Tagen kombinieren viele den Slip zusätzlich mit einer Tasse oder Scheibe. Wie du sicher durch die Nacht kommst, liest du hier: Periodenunterwäsche nachts.

Sie halten Jahre – wenn du sie lässt

Ein guter Periodenslip begleitet dich zwei bis fünf Jahre und ersetzt in der Zeit einen ganzen Berg Einwegprodukte. Das spart Geld und Müll.

Auch das gilt aber nur, wenn du ihn gut behandelst: kalt ausspülen, schonend waschen, an der Luft trocknen. Wer heiß wäscht und in den Trockner wirft, hat weniger lange Freude daran. Behandelst du ihn richtig, hältst du jahrelang nichts als deine eigene Wäsche in der Hand – und nie wieder Tampons im Einkaufswagen.

Ehrlich gesagt

Periodenunterwäsche ist kein Wundermittel und keine Wissenschaft. Sie ist einfach eine ehrliche, bequeme Art, durch deine Tage zu kommen – wenn du das richtige Modell für deinen Tag wählst. Kein Geruch, kein nasses Gefühl, kein Drama. Nur du, wie an jedem anderen Tag auch.

Häufige Fragen

Riecht Periodenunterwäsche unangenehm? Nein. Frisches Menstruationsblut riecht kaum. Die obere Schicht schließt die Flüssigkeit nach innen ein, weg von der Luft – so entsteht kein Geruch, solange du den Slip im passenden Rhythmus wechselst.

Fühlt sich Periodenunterwäsche nass an? Nein. Die oberste Schicht leitet die Flüssigkeit sofort nach unten und bleibt an der Haut trocken. Die meisten vergessen nach kurzer Zeit, dass sie überhaupt einen Periodenslip tragen.

Wie viel Blut fasst ein Periodenslip? Das hängt vom Modell ab. Dünne Alltagsslips sind für leichte Tage gemacht, Modelle mit hoher Saugstärke fassen ein Vielfaches und eignen sich für starke Tage und die Nacht. Achte auf die Saugstärke, nicht nur auf den Schnitt.

Ist Periodenunterwäsche kompliziert zu waschen? Nein. Kalt ausspülen, bis das Wasser klar ist, dann bei 30 bis 40 Grad im Wäschenetz waschen und an der Luft trocknen. Nur kein Weichspüler und kein Trockner – beides setzt die Saugschichten zu.

Reicht Periodenunterwäsche allein aus? An leichten bis mittleren Tagen meist ja. An sehr starken Tagen oder nachts nimmst du ein Modell mit hoher Saugstärke oder kombinierst den Slip mit einer Tasse oder Scheibe.


Über die Autorin Mia Hartman schreibt für Floena über Periodenpflege, nachhaltiges Leben und ein gutes Körpergefühl.

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